Vorplanung Einsparcontracting (28 Gebäude in hessischer Gemeinde)

Im Rahmen einer Vorplanung Einsparcontracting hatte ich die Möglichkeit für eine hessische Gemeinde insgesamt 28 Gebäude hinsichtlich der Tauglichkeit für ein Einsparcontracting zu prüfen. Die Vorplanung umfasste alle Gebäude der Gemeinde und wurde auf Basis der Orientierungsberatung Einsparcontracting durchgeführt.

Organisatorische Bewertung

Nicht alle Gebäude sind für ein Einsparcontracting geeignet. So haben die Gemeinde und ich zuerst einmal geschaut, wie es bei den Gebäuden mit der Eigentümerschaft und der Nutzungssicherheit ausschaute. Im Ergebnis begann die eigentliche Betrachtung der Gebäude dann mit nur noch 18 Gebäuden. Für diese wurde dann auch die weiteren Schritte durchgeführt.

Potenzialbewertung

Unter Nutzung der realen Energie- und Wasserkosten in Verbindung mit den Flächen der Gebäude wurde ein Abgleich mit Richtwerten aus der ages-Studie von 2005 für ein spez. und absolutes Energieeinsparpotenzial erstellt und aus diesen Werte ein grobes finanzielles Potenzial abgeleitet Die folgenden Grafiken zeigen die Potenziale für Energie und Wasser in jeweils einem Diagramm. Zum Vergößern einfach auf die Grafik klicken, diese wird dann in einem neuen Tab geöffnet.

spezifisches Energieinsparpotenzial absolutes Energieinsparpotenzial finanzielles Einsparpotenzial

gefundene Potenziale

Alle gefundenen Einzelmaßnahmen stammen aus mindestens einem Gebäude und sind als Gesamtpaket zu verstehen, da im Rahmen eines Einsparcontractings nicht die Einzelmaßnahme im Vordergrund steht. Stattdessen geht es um die Gesamteinsparung, welche sich aus allen Einzelmaßnahmen ergibt, so dass die Einzelmaßnahme nicht im Vordergrund steht.

  1. LED-Beleuchtung

  2. Sensoren Lichtsteuerung
  3. Hocheffizienzpumpen
  4. Erneuerung Lüftungsanlage inkl. WRG
  5. Technik und Regelung Heizungstechnik
  6. Energiemanagementsystem
  7. Abdeckung Gewächshäuser

Diese Ansätze wurden für eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung herangezogen. Ein Einsparcontractor wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls einen Großteil dieser Maßnahmen ins Auge fassen. Er wird jedoch noch weitere Ansätze sehen. Diese Freiheit bezüglich der Maßnahmen in Verbindung mit den individuell kalkulierten Preisen ergibt für die Kommune eine große Bandbreite an Einsparcontracting-Varianten.

Ergebnis der Vorplanung

Die Erfahrung zeigt, dass Einsparcontracting eine deutlich erhöhte Sicherheit bezüglich der Invesitionssummen bietet. So kann es durchaus zu relativen Mehrkosten von bis zu 10 % bei einer Eigenbesorgung kommen. Des Weiteren zeigen durchgeführte Projekte, dass es bei einer Eigenbesorgung zu geringeren Einsparungen in Höhe von bis zu 15 % kommt. Liefercontracting zeigt ähnliche Kosten. Da sich der Liefercontractor seine Investition aber über die gelieferte (Nutz)Energiemenge refinanziert, zeigt sich auch hier eine geringere Einsparung, als beim Einsparcontracting. Im Ergebnis konnte der Kommune nachgewiesen werden, dass sich Einsparcontractingvon allen drei Varianten als die sinnvollste darstellte. Als Vertragslaufzeit wurde mit einer einfachen Amortisationsbestimmung ein Zeitraum von 10 - 15 Jahren definiert.

Orientierungsberatung Einsparcontracting

Die Orientierungsberatung Einsparcontracting soll interesierten Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen helfen, Einsparcontracting zu verstehen und vor allem einen Gebäudepool bilden, mit dem in eine Ausschreibung gegangen werden kann.

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